TWAIN oder Nicht-TWAIN – Das ist hier die Frage

Immer wieder stellen User in Internet-Foren die Frage, woher sie einen TWAIN-Treiber für ihren ScanSnap bekommen. Die Scanner aus der ScanSnap-Serie sind jedoch nicht TWAIN-kompatibel – und das aus gutem Grund: Beim ScanSnap iX100, S1300i, iX500 und SV600 steht die innovative Bedienbarkeit im Vordergrund. Ohne zusätzliches Know-how kann jeder Anwender mit nur einem Knopfdruck beliebige Dokumente einscannen. Mit einem TWAIN-Treiber wäre das nicht möglich. Wieso? Das lesen Sie in folgendem Beitrag, in dem wir den TWAIN-Treiber unter die Lupe nehmen.

Die genaue Bedeutung der Abkürzung TWAIN ist nicht ganz klar. Verschiedene Varianten sind in Gebrauch: Von „Thing Without Any Interesting Name“ über „Technology Without An Important Name“ bis hin zu „Toolkit Without An Important Name“. Entwickelt wurde der TWAIN-Treiber als Standard für den Austausch von Daten zwischen Bildeingabegeräten – beispielsweise Scannern oder Digitalkameras – und Bildverarbeitungsprogrammen. Ein Bildverarbeitungsprogramm mit einer TWAIN-Schnittstelle kann also Daten von Bildeingabegeräten entgegennehmen, welches seinerseits TWAIN-kompatibel sein muss.

Funktioniert ein Scanner über einen TWAIN-Treiber, dann müssen die User den Scanner von ihrem PC aus ansteuern. Sie können dann zwar nahezu jede TWAIN-kompatible Software nutzen, allerdings ist hierfür auch eine gewisse Expertise nötig. Vor dem Scannen sind Einstellungen nötig – beispielsweise ob die Dokumente beidseitig gescannt (vorausgesetzt es handelt sich um einen Duplex-Scanner) oder leere Seiten aussortiert werden sollen, welche Farboptionen gewünscht sind etc. Dieser manuelle Prozess ist für manche Anwender kein Problem, andere – und unserer Erfahrung nach ist das die Mehrheit der Nutzer – bevorzugen jedoch eine möglichst einfache Bedienung und möchte sich nicht bis ins Detail mit der Soft- und Hardware auseinandersetzen. Deshalb wurde beim ScanSnap bewusst auf einen TWAIN-Treiber verzichtet und die Benutzerfreundlichkeit in den Vordergrund gerückt.

Alle Modelle der ScanSnap-Serie werden mit einer DVD geliefert, die die Treiber für den ScanSnap und ScanSnap Organizer enthält. Nach einer schnellen und unkomplizierten Installation ist der ScanSnap betriebsbereit. Dokumente einlegen, Knopf drücken und fertig. Die Standardeinstellungen machen dem Nutzer das Scannen so einfach wie möglich: Bei mehreren Seiten – egal ob farbig oder in unterschiedlichen Formaten – scannt der ScanSnap automatisch Vorder- und Rückseite, sortiert leere Seiten aus, erkennt die Farbe, Größe und Ausrichtung des Dokuments. All das geschieht, ohne dass der Nutzer eingreifen muss. Die Scanner aus der ScanSnap-Serie sind also eigenständig arbeitende Dokumentenscanner, die von jedem User intuitiv per Knopfdruck bedient werden können. Und für alle Anwender, die es bevorzugen, ihren Scanner über den Computer anzusteuern und die Einstellungen vorzunehmen, gibt es von Fujitsu auch Hardware, die über einen TWAIN-Treiber bedient wird.

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