Scanner-Lingo: Blindfarbe

Je besser die Scanvorlage, desto besser das Ergebnis. Das klingt einleuchtend. Manchmal liefert aber auch eine gute Papiervorlage ein schlechtes Scanergebnis. Zum Beispiel wenn das Dokument wenig kontrastreich oder der Text auf farbigem Papier gedruckt ist – oder auf gefärbtem Durchschlagpapier (ja, sowas kommt auch heute noch zum Einsatz).

Um das Scanergebnis zu verbessern, kann der Anwender in diesem Fall eine sogenannte Blindfarbe festlegen. Ist das Papier zum Beispiel rot, wird „rot“ zur Blindfarbe bestimmt. Damit wird festgelegt, dass alle „roten“ Informationen nicht digitalisiert werden. Dazu tastet der Scanner die Vorlage mit einer roten Lampe ab. So erkennt er nur noch Elemente, die nicht rot sind. Natürlich funktioniert dies auch mit den anderen Primärfarben blau und gelb. Mit Hilfe der Blindfarbe lassen sich beim Scannen nicht nur Hintergrundfarben, sondern zum Beispiel auch vorgedruckte Linien oder Rahmen auf Formularen und Fragebögen ausblenden. Die gescannten Dateien können damit stärker komprimiert werden und lassen sich besser mit OCR und ICR weiterverarbeiten.

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