Capture: Wo alles beginnt

„Capture“ ist Englisch und bedeutet soviel wie „erfassen“. Der Begriff wird meist im Umfeld von Enterprise Content Management (ECM)-Lösungen – also Systemen zur Verwaltung von Daten und Informationen im Unternehmen – verwendet.

Capture beschreibt dabei den ersten Schritt in der ECM-Kette, nämlich die Erfassung, Aufbereitung und Verarbeitung von analogen und digitalen Informationen. Dabei wird grundsätzlich unterschieden zwischen einerseits der Erfassung von Informationen, die durch Personen erstellt wurden, wie Belege, Notizen oder Verträge, und andererseits Informationen, die aus anderen Unternehmensanwendungen übernommen werden. Das können Datensätze aus ERP-Systemen, Finanzanwendungen oder XML-Datenbanken sein. Bei der Erfassung von persönlich erstellten Dokumenten kommen in der Regel Dokumentenscanner zum Einsatz.

Dabei gibt es mehrere Stufen der Verarbeitung – vom einfachen Einlesen der Information (Optical Character Recognition) bis zur komplexen Aufbereitung durch eine automatische Klassifikation. Intelligente Systeme für die Text-, Bild- und Markierungserkennung (ICR – Intelligent Character Recognition) sorgen dafür, dass Rechnungsnummern oder sonstige wichtige Verarbeitungsdaten direkt erkannt und entsprechend digital weiterverarbeitet werden. Diese Funktionen können auch private Anwender oder kleine Unternehmen für sich nutzen, um gescannte Dokumente zum Beispiel leichter durchsuchbar zu machen. Alles, was dafür nötig ist, ist ein handelsüblicher Textmarker. Häufig findet man Capture-Lösungen auch unter der Bezeichnung „Input Management“. Nachfolgende Grafik aus dem englischen Artikel zu Enterprise Content Management auf Wikipedia veranschaulicht die verschiedenen Komponenten des Capture-Prozesses.

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