Abitur auf dem Tablet

Eine Privatschule auf Schloss Neubeuern in Bayern beendet die Kreide-Zeit. Keine Tafel, keine Hefte und keine Bücher – konsequent verzichten die Schüler auf Papier. In Deutschlands erster, nahezu papierloser Schule schreiben die Gymnasiasten nun sogar das Abitur auf einem Tablet-PC.

Die Schreibtische sind Dockingstationen für den Computer. Für die Abschlussprüfung bekommen alle Schüler speziell präparierte Tablet-PCs, auf dem nur ein einziges Dokument funktioniert. Dank geschlossener Netzwerke ist das elektronische Spicken nicht möglich. Geschrieben wird auf dem Display mit Eingabestiften. So gibt es auch keine Vorteile, die beispielsweise durch schnelles Tippen auf Tastaturen entstehen könnten.

Seit der 9. Klasse verzichten die Schüler auf Tinte und Papier. Im Unterrichtsalltag ersetzen Beamer die Tafel. Die Klassenzimmer sind mit schnellem WLAN ausgestattet. Lehrer speichern die Noten in einer Datenbank, die die Eltern jederzeit online einsehen können. Und auch die Schüler haben immer alle Materialien dabei, ohne Hefte und Ordner mitschleppen zu müssen.

Die Privatschule nimmt eine Vorreiterrolle ein. Modernste Technologie ist – bei einer Internatsgebühr von 2840 Euro – inklusive. Inwieweit ein komplett papierloser Unterricht und digitale Abschlussprüfungen mit den verbundenen hohen IT-Kosten an staatlichen Schulen möglich sind, bleibt abzuwarten. Es gibt aber schon zahlreiche staatliche Schulen, die den Unterricht digital und interaktiv gestalten. Wie dabei ein ScanSnap S1300i hilft, sehen Sie hier im Video aus der Hardenbergschule in Velbert (NRW).

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