5 Fragen an… Leonie Schaefer

Wächst Weideklee besser, wenn Schafe oder wenn Kühe darauf weiden? Wie günstig sind die Lebensbedingungen für den Berg-Hahnenfuß auf den Almweiden rund um Garmisch-Partenkirchen? Fragen wie diese lassen sich dank der Ergebnisse der Masterarbeit von Leonie Schaefer von der Universität Regensburg wissenschaftlich fundiert beantworten. Für ihre Arbeit vor Ort packte die Biologie-Studentin einen starken, aber leichten Helfer in ihren Rucksack: Den ScanSnap S1100. Wir wollten von ihr wissen, wie die Arbeit in den Bergen mit dem mobilen Helfer funktioniert hat:

Das Thema Ihrer Abschlussarbeitet lautet „Vergleichende Untersuchungen zur Vegetation und Vernetzung der Weideflächen der Weidegenossenschaft Garmisch“. Was genau verbirgt sich denn dahinter?

Ziel der Arbeit war ein naturschutzfachlicher Befund aller bewirtschafteten Weideflächen im Tiefland und auf den Bergen. So geben beispielsweise die Art und die Populationsdichte der Pflanzen Auskunft über die Beschaffenheit der Böden. Außerdem lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie sich durch Weidetiere wie Kühe oder Schafe die Vegetation auf den Almwiesen verändert. Im Fokus stehen typische Pflanzenarten: Wiesenklee, Berg-Hahnenfuß oder frühblühender Thymian. Die Erkenntnisse sollen dem Naturschutzmanagement dienen.

Das Pressen und Einkleben von Pflanzen in ein Herbarium kennt man ja noch aus dem Biologieunterricht in der Schule. Warum braucht man die Pflanzen denn in digitaler Form?

Das Scannen von Pflanzen ist ein gängiges Verfahren in der Botanik. Vor allem in der Vegetationsökologie, bei der Pflanzenmerkmale analysiert werden, dient das Digitalisieren als einfache Methode zur Merkmalsmessung. Denn Größe und Dicke der Blätter geben Aufschluss darüber, wie gut es einer Pflanze geht: je größer, umso günstiger die Bedingungen. Sind diese hingegen schwierig, schafft sich die Pflanze eine hohe Widerstandsfähigkeit durch kleinere, aber dafür dickere Blätter.

Notebook und Scanner waren ständige Begleiter auf Ihren Exkursionen. Wäre es nicht einfacher gewesen, die Pflanzen zu sammeln und dann in Ruhe zu Hause einzuscannen?

Je schneller man die Blätter einscannt, umso wissenschaftlich korrekter ist das Ergebnis. Ohne mobilen Scanner wäre der Aufwand daher deutlich höher gewesen. Ich hätte die Pflanzen erst befeuchten, in Plastikfolie einpacken und dann kühl halten müssen, bis ich nach meiner Rückkehr wieder einen Scanner zur Verfügung gehabt hätte.

Sind die Ergebnisse, die der ScanSnap liefert, dann auch vergleichbar mit denen eines herkömmlichen Flachbettscanners?

Der kräftige Einzug des ScanSnap-Scanners brachte im Vergleich zum Flachbettscanner im Institut Vorteile. Denn bei der Variante mit Deckel ist es oft sehr zeitaufwendig, die einzelnen Blätter einer Pflanze flach zu drücken, ohne dass sie sich überlappen. Das kann manchmal ganz schön mühsam sein – erst jedes Blatt anordnen, mit der Hand fixieren, dann schnell den Deckel darauf pressen. Oft verrutscht dann alles, sodass der Scan mehrmals wiederholt werden muss.

Beim Arbeiten mit dem ScanSnap stecke ich die Pflanzen in eine handelsübliche Klarsichtfolie. Durch den starken Einzug presst das Gerät den Inhalt automatisch in die gewünschte Form. Als besonders praktisch stellte sich heraus, dass der Scanner zunächst die Hülle fixiert und dann erst durchzieht. So besteht die Chance, von unten vor dem Durchzug noch einmal zu justieren und dadurch wiederholte Scanvorgänge zu vermeiden.

Welches Fazit können Sie nach Beendigung Ihrer Arbeit ziehen? Hält der ScanSnap S1100, was er verspricht?

Man denkt ja immer, wenn ein Gerät so klein ist, dann kann nicht so viel Leistung drin stecken. Aber der ScanSnap S1100 beweist das Gegenteil. Ich war sehr überrascht, wie kräftig dieses kleine Kästchen ist. Der zieht ja einfach alles durch. Gerade wenn es dickere Blätter sind. Aber es gab wirklich nie Probleme. Der Einzug ist überproportional gut zur Größe des Scanners – ich gebe die volle Punktzahl.

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